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Schicker einstimming im Amt bestätigt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dominik Sonndag   
Montag, 10. Mai 2010 um 11:21 Uhr


Bei der Vollversammlung der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz berichtete deren Vorsitzende, Bernd Schicker, dass es gelungen sei die Sportjugend, nach dem Neuanfang im Vorstand im Jahr 2008, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Zwei seiner großen Ziele, nämlich die konzentrierte Abwicklung des Betrugsfalls und das Überprüfen der Effizienz der Strukturen der Sportjugend, konnte er auf einen guten Weg bringen.


Der Betrugsfall, der die Sportjugend schwer belastet hat, kann beinahe als abgeschlossen angesehen werden. Die Rückzahlungen an das Innenministerium werden dieses Jahr mit der letzten Rate von rund 120.000 Euro im Haushaltsplan auftauchen.

„Nach der Übernahme des Amtes als Vorsitzender wurden in den letzten beiden Jahren viele Steine hochgehoben und darunter geschaut“, erklärte Schicker. „Sofern es etwas zu verbessern gab, wurde dies in Angriff genommen, wenn nicht, wurde der Stein wieder an seinen angestammten Platz zurückgelegt“, beschrieb Schicker seine Arbeit. Die Strukturen der Sportjugend in Rheinland-Pfalz zu überprüfen, ist mit einer Moderatorin der DOSB-Führungsakademie im Herbst 2009 gelungen. Hier bedarf es noch einiger Zeit bis sich alte Strukturen ändern können. Gabriele Freytag, Direktorin der DOSB-Führungsakademie, mahnte in ihrem Vortrag zur Frage „Wie viel Verband braucht der organisierte Sport?“, „es müsse bei allen Entwicklung und Gedanken immer der Verein mit seinen Mitgliedern, dem Sportler, im Mittelpunkt stehen“. Genau diese Forderung hat die Sportjugend in ihrem neuen Selbstverständnis, dass sie Dienstleister für Vereine ist und gegenüber Politik, gesellschaftlichen Institutionen und Verwaltung die Interessen aller im Sport organisierten jungen Menschen in Rheinland-Pfalz vertritt, festgehalten.

In den Berichten der Ressortleiter Frank Rey, Martin Klapproth und Tobias Krell konnte man ebenfalls Veränderungen hören. Rey zeigte anhand einiger Grafiken die Entwicklung im Ganztagsschulbereich und will mit FSJler der Sportjugend in den Ganztagsschulen für mehr Bewegung sorgen. „Es sind 520 FSJler an Grundschulen in Rheinland-Pfalz angestellt, davon keiner aus dem Sport, dass muss sich ändern“, betonte er am Ende seiner Präsentation. Die ersten 20 FSJler werden am 1. August 2010 ihren Dienst antreten und für mehr Bewegung an Grundschulen sorgen.
Dass die Sportjugend auch in ihren Medien jugendlicher geworden ist, zeigt die Entwicklung der neuen Homepage. Damit werden Dienste wie Twitter, Flickr, YouTube oder Facebook verbunden und als schnelle und alternative Verbreitungskanäle für Nachrichten der Sportjugend genutzt.
Martin Klapproth berichtete, dass die Ausbildung der Freizeit-Betreuer, die in seinem Ressort verankert ist, für die Qualität der Sportjugend-Ferienfahrten ein unverzichtbarer Bestandteil ist. „Nur durch gut ausgebildete Freizeit-Betreuer ist es möglich den Kindern zwei unvergessliche Wochen in den Ferien zu bereiten und das größte Lob: Weinende Kinder, die nicht vor Bitterkeit weinen, sondern traurig darüber sind, dass die Freizeit schon vorbei ist“, bebilderte Klapproth seine Ausführungen aus dem Ressort Ferien- und Freizeitmaßnahmen.

„Die Sportjugend hat schwere Jahre hinter sich, die eigentliche Arbeit trotzdem nicht vernachlässigt, sondern immer ihre guten Projekte fortgeführt oder neue initiiert. Seien sie stolz auf ihre Arbeit, der Landessportbund ist es auch“, lobte Karin Augustin, Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, die Sportjugend am Ende ihres Grußwortes.



Bernd Schicker weitere vier Jahre an der Spitze

Die 81 Delegierten wählten in der Ludwig-Eckes-Halle in Nieder-Olm den alte Vorstand in den meisten Positionen einstimmig wieder. vorstand2010Als alter und neuer Vorsitzender wird Bernd Schicker (50 Jahre, Bechhofen) auch in den kommenden vier Jahren die Geschicke der Sportjugend leiten. Im Vergleich zum vorherigen Vorstand gibt es nur eine Änderung. Im Bereich Jugendpolitik wurde ein Wechsel nötig, da Karolin Weber aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Denn Sie wird in diesem Jahr als Juniorbotschafterin des Deutschen Olympischen Sportbundes bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur (14.-26.8.10) teilnehmen. Die Delegierten aus den Regionen wählten Britta Runkel (34, Koblenz) als ihre Nachfolgerin. Christian Weinkauff (30, Kaiserslautern) wurde als Schatzmeister ebenso, wie Tobias Krell (24, Wöllstein) als Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit,  Martin Klapproth (30, Mainz) als Ressortleiter Ferien- und Freizeitmaßnahmen, und Frank Rey (33, Mainz) als Ressortleiter Bildungs- und Grundsatzfragen, in seinem Amt bestätigt.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. Mai 2010 um 07:58 Uhr
 
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